Darum ist hier niemand ein Fake
In Deutschland sind 55 % der Menschen, die durch vorgetäuschte Liebe um Geld gebracht werden, zwischen 50 und 69 Jahre alt. 68 % sind Frauen. Der Schaden liegt meist zwischen 20.000 und 50.000 Euro.
Deshalb sieht ein Mensch aus unserem Team jedes Gesicht einmal an — auch deines. Du nimmst ein Video von acht Sekunden auf, liest eine Zahl vor und machst eine Handbewegung. Das kostet dich keinen Cent und dauert keine Minute.
Der wichtigste Satz dieser Plattform
Die vier Stufen
Stufe 0 · Registriert
E-Mail bestätigt
Profil anlegen, Fragebogen ausfüllen, Hausordnung und Sicherheitsmodul lesen.
Stufe 1 · Basis
Mobilnummer, wenn du eine hast
Eigene Vorschläge sehen. Noch kein sichtbares Profil. Wer keine Mobilnummer hat oder sie nicht angeben will, überspringt diesen Schritt — das kostet nichts und ist später im Profil nicht erkennbar.
Stufe 2 · Verifiziert
Ein Mensch sieht dein Gesicht — kostenlos, Pflicht
Ab hier existiert dein Profil für andere. Verifiziert-Zeichen, vollständige Sichtbarkeit, Interesse geben und empfangen, ein Video-Abend als Gast.
Stufe 3 · Persönlich bestätigt
Freiwillig
Ein Videogespräch mit dem Team oder die Bürgschaft eines bereits bestätigten Mitglieds. Ein Siegel am Profil — und sonst kein einziger Vorteil.
Wie die Prüfung abläuft
Wir erklären das hier ausführlich, weil es der Schritt ist, vor dem die meisten kurz zögern. Es ist einfacher, als es klingt.
1. Wir geben dir eine Aufgabe
Auf dem Bildschirm erscheint eine vierstellige Zahl und eine Handbewegung — zum Beispiel: „Sag die Zahl 4917. Winke einmal langsam in die Kamera." Beides wählen wir in dem Moment zufällig aus. Du weißt vorher nicht, was kommt.
2. Du nimmst acht Sekunden Video auf
Mit der Kamera deines Telefons oder Rechners, direkt auf der Seite. Du siehst dich vorher im Bild, damit Licht und Ausschnitt stimmen, bevor es losgeht. Die Aufnahme stoppt von allein. Du kannst sie dir ansehen und beliebig oft neu machen, bevor du sie abschickst. Der ganze Schritt dauert keine Minute.
3. Ein Mensch sieht es an
Jemand aus unserem Team öffnet dein Video und deine Profilfotos nebeneinander und entscheidet: Ist das dieselbe Person, und hat sie die Aufgabe gemacht? Das ist alles. Kein Programm, kein Automat — ein Mensch, der hinschaut. Wenn ein Vorgang länger als 24 Stunden liegt, schlägt bei uns ein Wecker.
4. Das Video wird gelöscht
Sobald entschieden ist, ist es weg. Übrig bleiben drei Zeilen: dass die Prüfung bestanden ist, wann das war, und dein Vorname — den brauchen wir genau einmal, später, um zu prüfen, ob ein Zahlungskonto auch wirklich dir gehört.
Warum die Zahl und die Handbewegung
Was wir nicht tun — und warum das selten ist
Die großen Plattformen prüfen inzwischen auch Gesichter. Sie machen es anders als wir, und der Unterschied ist keiner fürs Kleingedruckte:
Kein Gesichtsabdruck
Bei Tinder und Hinge vermisst ein Programm dein Gesicht und speichert das Ergebnis — eine Art Fingerabdruck deines Gesichts, teils für die gesamte Dauer deines Kontos. Bei uns entsteht so etwas nicht. Ein Mensch schaut zwei Bilder an, mehr passiert nicht.
Kein Ausweis
Wir wollen deinen Ausweis nicht sehen und speichern keinen. Das ist keine Bequemlichkeit: Wer Ausweise sammelt, haftet für sie — und bei jedem Datenleck sind es genau die Dokumente, die man nicht zurückholen kann.
Keine Suche in anderen Profilen
Dein Video wird nicht gegen andere Mitglieder oder gegen irgendeine Datenbank durchsucht. Es wird angesehen, entschieden, gelöscht.
In einem Satz
Wenn es nicht klappt
Dann bekommst du eine E-Mail, in der ein Mensch dir in eigenen Worten schreibt, woran es lag — meistens ist der Ton zu leise oder das Licht kommt von hinten. Keine Textbausteine, keine Absage ohne Begründung. Du kannst es sofort noch einmal aufnehmen.
Und wenn du die Entscheidung für falsch hältst: Antworte einfach auf diese Mail. Dann sieht sich ein anderer Mensch die Sache an.
Die Sprechstunde — der zweite Weg
Manche mögen keine Videos von sich. Manche haben keine Kamera, die mitspielt. Und manche möchten schlicht lieber mit einem Menschen sprechen. Dafür gibt es die Sprechstunde: feste Termine mehrmals die Woche, eine kleine Runde von höchstens sechs Leuten, und jeder ist einmal fünf Minuten allein dran. Ein Mensch aus unserem Team schaut dich an, und das war es. Es wird nichts aufgezeichnet.
Das ist kein Notausgang für Leute, bei denen etwas schiefgegangen ist. Es ist derselbe Weg mit demselben Ergebnis, und in deinem Profil ist später nicht erkennbar, welchen der beiden du gegangen bist. Er kostet dich nichts — Prüfung ist bei uns nie käuflich.
Und die Mobilnummer?
Die fragen wir, aber du kannst den Schritt überspringen. Zurzeit verschicken wir gar keine SMS — dann eine Nummer zu verlangen, wäre eine Hürde ohne Zweck. Sobald wir SMS versenden, bleibt der Schritt trotzdem überspringbar: Es gibt Menschen über fünfzig ohne Mobiltelefon, und die auszusperren wäre albern. Deine Nummer steht nie in deinem Profil und ist für andere Mitglieder nie sichtbar.
Und wenn du im Gespräch unsicher wirst
Du kannst jederzeit von deinem Gegenüber ein frisches Selfie verlangen — mit einer Zahl und einer Handbewegung, die wir zufällig auswählen. Ein altes Bild passt dann nicht, auch kein echtes. Das Bild siehst nur du, es kommt nicht ins Profil, und nach einem Tag ist es gelöscht. Dein Gegenüber darf ablehnen — aber du erfährst es, und das ist eine Antwort für sich.
Was wir speichern — und was nicht
Von der Prüfung bleiben genau drei Dinge: dass sie bestanden ist, wann das war, und dein Vorname — den brauchen wir später einmal, um zu prüfen, ob ein Zahlungskonto auch wirklich dir gehört. Das Video selbst löschen wir, sobald ein Mensch entschieden hat. Es wird nie von einem Programm mit deinen Fotos verglichen, es entsteht keine Gesichtsvermessung, und es wird nie gegen andere Profile durchsucht.
Was während der Gespräche passiert
- In den ersten 5 Nachrichten sind keine Links möglich. Genau darüber laufen die meisten Betrugsversuche.
- Bilder könnt ihr ab der 3. gewechselten Nachricht austauschen.
- Jedes Mitglied kann höchstens 10 Menschen am Tag zum ersten Mal anschreiben, in den ersten zwei Wochen 5. Diese Grenze gilt für alle gleich und ist gegen keinen Aufpreis erhöhbar.
- Wir lesen eure Gespräche nicht mit. Auffällige Muster — eine IBAN, eine Krypto-Adresse, das Drängen auf WhatsApp in den ersten drei Nachrichten — erkennt ein Programm ohne Inhaltsprüfung. Erst wenn es anschlägt oder jemand meldet, schaut ein Mensch auf die eine auslösende Nachricht.
- Blockieren wirkt sofort und einseitig. Wer blockiert wird, erfährt nichts davon.
Melden — und was dann passiert
Bearbeitungszeit: in der Regel 48 Stunden, werktags. Wir messen das.
An jedem Profil, in jedem Gespräch und in jeder E-Mail von uns findest du einen Melde-Knopf. Jede Meldung mit dem Vorwurf Betrug oder Belästigung wird von einem Menschen bearbeitet, nie automatisch. Jede Maßnahme bekommt eine Begründung in ganzen Sätzen, und gegen jede Maßnahme kannst du Widerspruch einlegen — der geht wieder an einen Menschen.